U  L  R  I  K  E     A  N  N  A     S  C  H  W  A  R  T  Z


Die Tuschezeichnungen nehmen Leichtigkeit und Transparenz der Kaseinbilder mit grafischen Mitteln wieder auf: Hellgraue Flächen entstehen durch Verwässerung der Chinatusche ebenso wie durch Parafingüsse oder Parafinbemalungen. Schwarze Tuscheflächen werden sparsamst gesetzt und durch zarte Bambusfederspuren in ihrer Härte reduziert. Pinsel- und Federstriche werden rasch gesetzt, das bringt auch den Zeichnungen Leichtigkeit und Spontaneität.

Farbige Tuschen, speziell Sepiatuschen ergänzen die schwarze Chinatusche, werden gleichfalls so sparsam gesetzt wie mitunter auch zusätzlichen Kaseinfarben,  in der Serie "Orma" zum Beispiel. Grafische und malerische Elemente, sprich Linien und Flächen treten so in  immer wieder neu aufgelegtem Kontakt. Im  Arbeitsprozeß dieser Zeichnungen geschieht es mitunter, dass beide Hände gleichzeitig arbeiten: links die Feder, rechts der Pinsel, was deren spontane Anmutung erhöhen kann.




SPIGOLO   2010   Chinatusche, Sepia, Parafin auf Papier 15x20cm
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